Pressemitteilung

Grüne und Linke: Berlin soll Investments in Kohle, Öl und Gas beenden

Clara Herrmann, haushaltspolitische Sprecherin (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen), und Harald Wolf, energiepolitischer Sprecher (Fraktion DIE LINKE), erklären:

Um bis 2050 klimaneutrale Stadt zu werden, muss sich Berlin schnellstmöglich von seinen klimaschädlichen Investments in Kohle, Öl und Gas verabschieden. Nach der einhelligen Empfehlung der Enquete-Kommission „Neue Energie für Berlin“ sind alle Fraktionen aufgerufen, sich dafür einzusetzen, dass direkte und indirekte Investitionen des Landes Berlin in Unternehmen, deren Geschäftsmodelle den Zielen der Klimaneutralität zuwiderlaufen, beendet und zukünftig ausgeschlossen werden.

Fossile Energien tragen erheblich zur Klimazerstörung bei. Das Land Berlin fördert indirekt fossile Brennstoffunternehmen, indem in Aktienfonds investiert wird, von denen Unternehmen, wie RWE, Total oder BASF profitieren. Wir wollen, dass Berlin auf nachhaltige Investitionen setzt. Fallende Börsenpreise und Rekordverluste bei RWE, E.ON und Co. demonstrieren gleichzeitig das ökonomische Risiko von Investitionen in die fossile Brennstoffindustrie.

Wer Klimaschutz ernst meint und die Energiewende wirklich will, muss auch Finanzanlagen an ökologischen Nachhaltigkeitskriterien ausrichten. Weltweit haben bereits über 50 Städte – darunter Oslo, San Francisco und Münster – ihre Gelder aus Kohle, Öl und Gas abgezogen. Berlin kann das auch! Wir setzen uns dafür ein, Berlin zur Divestment-Hauptstadt zu machen.

Pressestelle Grüne Fraktion
Tel. 030 2325 2451 

Pressestelle Fraktion DIE LINKE
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