Aufruf für eine Absenkung des Wahlalters bei den Berliner Abgeordnetenhauswahlen auf 16 Jahre

Aufruf: „Wählen ab 16“ - Petition unterstützen!

Petition: Wahlalter 16 für Berlin

Jugendlichen werden mit 16 Jahren viele wichtige Entscheidungen abverlangt, die ihre Zukunft betreffen: Sie dürfen in Parteien eintreten, dürfen arbeiten, heiraten und ein Testament verfassen und sind straf- und religionsmündig. Nur das Landesparlament wählen dürfen 16 und 17-jährige Jugendliche in Berlin nicht. In einer Online-Petition sammelt das „Netzwerk Wahlalter 16 für Berlin“ jetzt Unterschriften für eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre. Dem Netzwerk gehören Organisationen der Kinder- und Jugendpolitik sowie Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und der Piratenpartei an. Unterstützer_innen können die Petition unterschreiben auf www.zumlink.de/wahlalter16.

AUFRUF „Wählen ab 16“

In der Demokratie ist das Wahlrecht elementar. Trotzdem werden junge Menschen in Berlin
von diesem Grundrecht ausgeschlossen.

Wir fordern die Berliner Parteien auf:
Senken Sie das aktive Wahlrecht auf Landesebene auf 16 Jahre!
Verweigern Sie jungen Menschen nicht länger dieses elementare
Grundrecht!

Gute Gründe für ein Wahlalter 16:

In der Demokratie ist das Wahlrecht elementares Grundrecht. Daher ist die Frage nicht
„Warum sollten junge Menschen wählen dürfen?“, sondern „Warum dürfen sie NICHT
wählen?“. Jugendlichen werden mit 16 Jahren viele wichtige Entscheidungen abverlangt, die
ihre Zukunft betreffen. Sie dürfen in Parteien eintreten (und sind dann parteiintern
wahlberechtigt!), dürfen arbeiten, heiraten und ein Testament verfassen und sie sind strafund
religionsmündig. Warum sollen sie dann nicht auch wählen dürfen?
In Brandenburg, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein gibt es bereits ein Wahlalter 16
auf Landesebene. In weiteren Bundesländern wird eine Absenkung des Wahlalters diskutiert.
Auf kommunaler Ebene dürfen in Berlin und vielen anderen Bundesländern junge Menschen
bereits ab 16 Jahren wählen. Warum nicht auch auf Landesebene?
Jugendliche sind diejenigen, die von heutigen politischen Entscheidungen langfristig
betroffen sind – daher müssen sie auch mitbestimmen können. Ihre Interessen erhalten
mehr Gewicht in der Politik, wenn sie wählen dürfen. Mit der Wahlentscheidung übernehmen
junge Menschen Verantwortung.
Das Wahlalter legt auch fest, wer an Volksabstimmungen teilnehmen darf. Das Wahlalter 18
hat verhindert, dass Jugendliche in der Vergangenheit zu für sie so wichtigen Fragen wie der
Stellung des Religionsunterrichts in der Schule oder der Bebauung des Tempelhofer Felds
mit abstimmen durften.

Deshalb fordern wir die Berliner Parteien auf:

Setzen Sie sich für eine entsprechende Verfassungsänderung ein!

 

Die Erstunterzeichner_innen dieses Aufrufes sind:

Einzelpersonen:

Susanne Graf, MdA Piratenpartei
Clara Herrmann, MdA Bündnis 90/Die Grünen
Katrin Möller, MdA Die Linke
Institutionen:
Bund der Deutschen Katholischen Jugend - Diözesanverband Berlin
Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
Drehscheibe Kinder- und Jugendpolitik Berlin (Stiftung SPI)
Grüne Jugend Berlin
Humanistische Union Berlin-Brandenburg e.V.
Juso-Landesverband Berlin
Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Friedrichshain-Kreuzberg
Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf e.V.
Koordinierungsstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung Lichtenberg
Landesjugendring Berlin e.V.
Linksjugend [’solid] Berlin
Mehr Demokratie e.V. Landesverband Berlin-Brandenburg

Die weiteren Unterstützer_innen dieses Aufrufes sind:

Einzelpersonen:
Hannah Brodersen, Kinder- und Jugendbeirat des Deutschen Kinderhilfswerkes e.V.
Ralph Caspers, Moderator
Björn Eggert, MdA SPD
Prof. Dr. Peter Grottian, Freie Universität zu Berlin
Wolfgang Gründinger, Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen
Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Hertie School of Governance
Bettina Jarasch, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen
Dr. Susanne Kitschun, MdA SPD
Bruno Gert Kramm, 1. Vorsitzender der Piratenpartei Berlin sowie der gesamte Vorstand: Simon
Kowalewski (MdA), Achim Weinberger, Petra Stoll, Therese Lehnen, Lothar Kurtz, Franz-Josef
Schmitt, Claudia Simon und Jessica Miriam Zinn
Lara Johanna Lippert, Kinder- und Jugendbeirat des Deutschen Kinderhilfswerkes e.V.
Thomas Krüger, Präsident Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
Prof. Dr. Jörg Maywald, Fachhochschule Potsdam
Enie van de Mejklokjes, Moderatorin
Prof. Dr. Kurt-Peter Merk, Hochschule Koblenz
Katharina Nocun, Netzaktivistin und Bloggerin
Prof. Dr. Michael Opielka, Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung
Prof. Dr. Tobias Schröder, Fachhochschule Potsdam
Prof. Dr. Dr. Jörg Tremmel, Universität Tübingen
Daniel Wesener, Landesvorsitzender von Bündnis 90/ Die Grünen

Institutionen:
Atze Musiktheater Berlin
Deutscher Gewerkschaftsbund Bezirk Berlin-Brandenburg
FEZ-Berlin
Gangway e.V.
Humanistischer Verband, Landesverband Berlin-Brandenburg
Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf
Kinder- und Jugendparlament Charlottenburg-Wilmersdorf
Landesjugendwerk im AWO Landesverband Berlin e.V.
Landeskoordinierungskreis „Kinder- und Jugendpartizipation in Berlin“
Servicestelle Jugendbeteiligung e.V.
Youth Bank Deutschland e.V.

Den Aufruf finden Sie auch unten auf dieser Seite zum Download.