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Jugendämter können mehr als Kinderschutz

 Clara Herrmann, jugendpolitische Sprecherin und Elfi Jantzen, familienpolitische Sprecherin sagen zum Start der Imagekampagne der Berliner Jugendämter:

Die Arbeit der Jugendämter wird durch spektakuläre Fälle von Kindesmisshandlung oder -vernachlässigung in der Öffentlichkeit meist auf Kinderschutzaufgaben reduziert, häufig verbunden mit Vorwürfen. Dabei gerät in Vergessenheit, dass Jugendämter auch für die Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten und Tagespflege sorgen, Freizeitangebote und Beteiligungsprojekte für Kinder und Jugendliche fördern, Elterngeld und Unterhaltsvorschuss auszahlen, für Eltern Beratung und Hilfen zur Erziehung bei Problemen anbieten und vieles mehr.

Mit der Imagekampagne "Das Jugendamt – www.unterstuetzung-die-ankommt.de" wollen die Jugendämter ihr breites Aufgabenspektrum zeigen. Das ist gut so, denn viele Menschen wissen wenig darüber, welche Leistungen sie bei Bedarf in Anspruch nehmen können. Problematisch wird es aber, wenn die Jugendämter der Bezirke den Erwartungen von Kindern, Jugendlichen und Eltern nicht nachkommen können.

Lange Wartezeiten bei der Erziehungs- und Familienberatung, zu wenig Angebote der Familienbildung und -förderung, der Abbau von Jugendfreizeitangeboten und der sich abzeichnende Mangel an Kitaplätzen in einigen Stadtteilen zeigen: Es reicht nicht, das Image der Jugendämter aufzupolieren. Senat und Bezirke müssen auch dafür sorgen, dass genügend Personal und Geld vor allem für präventive Angebote und frühe Hilfen zur Verfügung stehen.

An konstruktiven Vorschläge für die Umgestaltung von Jugendämtern mangelt es nicht. Es gibt zum Beispiel Vorschläge dafür, welche Personalausstattung ein sozialräumlich orientiertes Jugendamt braucht und wie Familienförderung und Sicherung der Jugendarbeit ausgebaut werden könnten. Sie müssen bei den kommenden Haushaltsberatungen beachtet werden und dürfen nicht in den Schubladen der Jugend- und Finanzverwaltung verschwinden.